... weiß ich auch nicht.
Oder sagen wir mal: ich finde es gerade heraus. Deshalb wird es hier in nächster Zeit entweder garnicht mehr so besonders viel Inhalt geben - oder Prokrastinationsblogeinträge - oder solche, die von meinem Projekt "BA-Thesis" handeln. Je nach dem, wie es so läuft.
Mein Thema? Zum Einen werde ich versuchen eine Forschungsmethode mithilfe von Social Media weiter zu entwickeln. Zum Anderen bin ich in einem Unternehmen, wo ich herausfinden möchte, wie man.......... Ach, nö! Ich möchte jetzt noch nicht zu viel verraten! ![]()
Bevor ich anfange wild drauf los zu schreiben, brauche ich bei so einem Projekt eine Vorstellung von dem, was mich erwartet. Einen groben Überblick und einen Fahrplan mit allen Haltestellen. Damit ich weiß, wo es lang geht, und damit ich unterwegs nichts vergesse. Ja, wenn man das durchliest denkt man oft "Ja ACH NEE!" Auch wenn die einzelnen Punkte total banal und logisch erscheinen ist es doch ganz gut sich die noch so offensichtlichen Dinge aufzuschreiben. Ich sag nur: roter Faden, ey.
Deshalb habe ich mir das Buch "Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten" vorgeknöpft und stichwortartig zusammengefasst: der Fahrplan für die Thesis.
Bei mir wird das Ganze wahrscheinlich etwas anders aussehen, da ich eine Fallstudie mit drin habe. Damit muss ich mich noch auseinandersetzen.
Bevor ich jetzt Freunden und Komilitonen einzeln diese Zusammenfassung zuschicke schreibe ich es doch einfach hier in den Blog. Wer möchte kann sich das anschauen... Da es sich bei mir um eine qualitative Forschugnsmethode handelt habe ich beim Lesen natürlich verstärkt darauf geachtet. Das noch als kleiner Hinweis.
Es ist vielleicht ein bisschen lang, das Ganze... Aber wer sich nicht dafür interessiert wird ja bis hierhin auch schon nicht weitergelesen haben ![]()
Wie man eine Bachelorthesis schreibt:
Zuerst muss man sich über Folgendes Gedanken machen:
Umfang?
Zweck?
Ziel?
Erkenntnisinteresse?
Zeitplanung und Deadlines:
- Recherche
- Bücher? Fernleihe?
- Anmelden
- Einrichten/Durchführung der Forschungsmethode
- Schreiben
- Dauer der Forschung
- Literatur überarbeiten
- Korrekturlesen
- Druck
- Abgabe
Forschungshypothesen?
Vom Ergebnis her denken - Was ist das Ziel?
eigener Standort --> Aus welcher Perspektive wird das Forschungsproblem betrachtet? (klarstellen); Forschungskontext
aktuelle Forschung: Forschungsstand?
methodische Strategie?
Dann geht es los:
RECHERCHE:
- Datenbanken - Dissertationen - Monographien - Bibliographien - Schneeballprinzip!
- Material ordnen: Themengebiete
- Was genau soll erarbeitet werden?
- Literatur sichten: Was ist am Wichtigsten?
- Welche Literatur brauche ich zur Bestätigung des bereits vorhandenen Wissens?
- Wichtiges anschließend intensiver lesen & exzerpieren
- Ordnungssystem für Textdateien/Auszüge (digital oder analog) entwickeln
- den Kapiteln zuweisen
--> letztendliche Fragestellung mehr oder weniger verbindlich festlegen
(was will ich wissen? was will ich zeigen?)
- Untersuchungshypothesen & Methoden
EXPOSÉ ("Äxposeh")
- noch flexibel; work in progress:
- Arbeitstitel: Haupttitel und Untertitel
- Problemstellung
- Relevanz für eigenes Fachgebiet
- wissenschaftlicher/ Erkenntnisfortschritt
- Konzept/ Gliederung
- Methoden: Theoretisch oder/und empirisch
- Auswahlbibliografie
Hypothesen - noch flexibel:
(erste mögliche Antworten auf die Forschungsfrage, unbewiesene Annahmen von Tatsachen, Sachverhalten, Gesetzlichkeiten)
- gilt es zu falsifizieren oder verifizieren; bewiesene Hypothesen werden zu Thesen
Methodisches Konzept:
- Methode und Theorieansatz (wie werden Erkenntnisse gewonnen?)
- am Forschungsgegenstand orientieren
- Fallstudie?!
Theorie/Empirie:
Theorie: wissenschaftliches Problem (abstrakt), der theoretische Bezugsrahmen (Modell/Konzept)
Empirie: Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen/methodisch geleiteten Erfahrung gewinnen.
- wiederholbare Phänomene aus Beobachtungen/Experimenten
- Objektive Daten oder empirische Befunde gewinnen
Qualitative Methode: z.B. Fokusgruppe
- wichtig: Auswahl der untersuchenden Personen
- Dokumentation von Verlauf und Ergebnissen
- Beschreiben: WIE wird die Methode eingesetzt? WORAUS werden die Daten erhoben?
- kritische Methodendiskussion: Schwachstellen? Beeinflussung der Befragten? qualitativ - NICHT repräsentativ!
EMPIRISCHE INFORMATIONSGEWINNUNG:
z.B. Leitfaden- & Tiefeninterview, Experteninterview (auch Gruppen), teilnehmende Beobachtung, Experimente...
- Fokusgruppe
DIE EIGENTLICHE ARBEIT:
- Analyse der Materialien und Informationen
- Sichten: Konzept als Basis - reichen die Materialien zu den einzelnen Unterpunkten? - Auf die Gewichtung achten
- früh anfangen zu schreiben
- "Ergebnissicherung" nach jedem Arbeitsschritt
- formale Bedingungen der empirischen Untersuchungen protokollieren
- Back-ups (dropbox!)
- Formalia (Zeilenabstand, Zitation, Fußnoten etc.)
- Argumentation beachten
- Absätze: nicht zu kurz und nicht zu lang
- korrekte Zitation
- Übergänge zwischen den Kapiteln herleiten
- Zentrale Aussage jedes Kapitels: Wert für die Lösung der Fragestellung soll erkennbar sein
- logische Formulierung der Sätze
- Fachbegriffe einhalten
- wissenschaftlich-analytischer Sprachstil
- zweite Person korrekturlesen lassen
- Orientierung am Adressaten: Professoren / evtl. Unternehmen --> Erwartungshaltung(en)
ROTER FADEN:
- Forschungsfrage bestimmt Gliederung/Struktur
- Überschriften der Kapitel als Orientierungshilfe für den Leser
- Sind Randprobleme relevant? Wenn ja, begründen
- Leitfragen wieder aufgreifen
- Überleitungen und Zusammenfassung einzelner Arbeitsschritte
- zwischen Einleitung und Schluss: Spannungsbogen
- Thesen und Ergebnisse erst im Schlussteil
LESBARKEIT:
- An die Rezipienten denken!
- Texte gegenlesen lassen
- Abbildungen, Grafiken, Tabellen zur Veranschaulichung der Ergebnisse
- passende Beispiele zur Untermauerung der Argumentation
- eingefügte Quellenzitate, Grafiken etc. immer kommentieren und interpretieren!
DIE ÄUSSERE FORM:
- Titelblatt nach Vorschriften
- Titel: kurz, prägnant, informativ - was erwartet den Leser?
- Untertitel: erläutert Aspekt / Perspektive / theoretischen Ansatz
- Einprägsamkeit!
Inhaltsverzeichnis:
- Gliederungsteile und Seitenzahlen
- Gewichtung: 1/6 Einleitung, 1/3 Empirie und Theorie, 1/6 Schluss
- Übersichtlichkeit!
Einleitung:
- auf den Umfang achten (s.o.)
1- wissenschaftliches Problem, eigene Motive, aktuelle Bezüge, historische Vorraussetzungen
2- Forschungslage, wo lehnt sich die eigene Arbeit an, wovon grenzt sie sich ab, auf die wichtigsten Literaturquellen genauer eingehen, Rest in die Fußnoten
3- Fragestellung herleiten, innovatives Moment der Arbeit (z.B. eigene Methode oder veränderter theoretischer Ansatz
- welches Ziel? Unter welchen Vorraussetzungen? mit welchen Mitteln?
- Was will man NICHT? -> abgrenzen
- Was/welcher Gesichtspunkt wird bewusst offen gelassen?
Hauptteil:
theoretisch/empirischer Teil
- Erprobung der in der Einleitung entwickelten Arbeitshypothesen
- ausführliche Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Literatur
- Empirischer Teil
Schluss:
- Umfang! -> 1/6
- Beleg- und Beweismaterial aus dem Hauptteil zusammenfassend resümieren
- nicht wiederholen!
- Resultate pointiert darstellen
- der Arbeit einen Platz innerhalb des Forschungskontextes zuweisen
- Ausblick
- angesichts der eigenen Begrenzungen offene Fragen formulieren
Literaturverzeichnis / Anhang / Register:
- primäre und sekundäre Quellen -> Literaturverzeichnis
- Anhang: zur Sicherung, Veranschaulichung von Thesen (wenn das Material im Hauptteil den Rahmen sprengen würde)
SONSTIGES:
- überlegen: "wir"-Form anstatt "ich"-Form?
- Fachjargon/Terminologie, eventuell Anglizismen (sparsam)
- zwischen einfachen und aufwändigen Satzstrukturen wechseln (damit der Leser nicht einschläft)
- Absätze! - Argumentationsschritte optisch absetzen (eine Seite circa 1-3 Absätze)
- Über Vorschriften zu Format informieren
Viel Spaß beim Schreiben! hrhrhr... Und nicht vergessen, zwischendurch auch mal an die frische Luft zu gehen ![]()

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